Monographie von Jacob Eder im Wallstein Verlag erschienen

„Holocaust-Angst. Die Bundesrepublik, die USA und die Erinnerung an den Judenmord seit den siebziger Jahren“

Das neue Buch von Prof. Dr. Jacob Eder ist am 1. Juni 2020 unter dem Titel „Holocaust-Angst. Die Bundesrepublik, die USA und die Erinnerung an den Judenmord seit den siebziger Jahren“ im Wallstein Verlag erschienen.

In seiner Monographie analysiert Eder, wie die deutsche Politik auf den Umgang der amerikanischen Politik, Kultur und Gesellschaft mit dem Holocaust seit den siebziger Jahren reagierte. Auf der Basis erstmals zugänglicher Quellen zeigt Eder, dass Kanzler Helmut Kohl und sein Umfeld die zunehmende Beschäftigung der Amerikaner mit dem nationalsozialistischen Judenmord als Gefahr für die politischen Interessen und das Ansehen der Bundesrepublik betrachteten. Bonn versuchte deshalb, den Diskurs in den USA gezielt zu beeinflussen und ihm ein positives Deutschlandbild entgegenzusetzen. Im Laufe der neunziger Jahre wurde klar, dass der Umgang des Auslands mit dem Holocaust nicht zu steuern war – und wie wichtig ein eindeutiges Bekenntnis zur historischen Verantwortung ist.

Prof. Dr. Jacob Eder lehrt Geschichte an der Barenboim-Said Akademie. Für die englische Ausgabe des vorliegenden Buches erhielt er unter anderem den Fraenkel Prize der Wiener Library. Er ist Mitherausgeber von „Holocaust Memory in a Globalizing World“ (Göttingen 2017).

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